Offizieller Bericht

Babensham 2000 reloaded

Ba|bens|ham, das: Regen, der, -s; -: Niederschlag in Form von Wassertropfen, (übertr.)etwas wie Regen Niederfallendes
nicht verwechseln mit Sonne, die; -, n; Sönnchen: der der Erde Wärme spendende Himmelskörper

Anscheinend hatte irgendjemand der 67 Mitfahrer und 16 Verantwortlichen wieder mal den Teller nicht leer gegessen, oder warum zum …….. hat es in Babensham die ganze Zeit geregnet????????????

Da unser Lager an einem wahnsinnig abschüssigen und von Mäusen untergrabenen Platz lag, hatten die Mitfahrer in den so genannten „Abenteuerzelten“ wohl am meisten Spaß!!! Sie hatten nämlich ihren eigenen Fluss in ihrer Behausung. Das ist schließlich auch was Besonderes. Die Zelteinteilung hatten die Mitfahrer allerdings gleich am ersten Tag selbst in der Hand. Nach diesem Auswahlverfahren wurden dann noch die Dienste verteilt, sowie Holz zum Kochen und für die Nachtwache gesammelt. Auch am folgenden Tag war noch schönes Wetter und das wurde natürlich ausgenutzt für einen Spaziergang zum See, in dem auch sogleich gebadet wurde. Als wir gingen war er zwar von einer Schaumschicht überzogen, aber der Geruch des Shampoos in den Haaren erfüllte das Lager danach mit Wohlgeruch.
Dies hielt uns jedoch nicht davon ab, anschließend noch den Wimpel aufzustellen und den Glockenturm zu bauen. In dieser Nacht fand die erste „richtige“ Nachtwache statt, in der alle noch recht lang munter waren. Das war allerdings wohl nicht abschreckend genug, so dass die ersten Wimpelangreifer erfolglos versuchten, ihr Werk zu vollbringen.

Der folgende Tag brachte Spiel, Spaß und Spannung (trotz Regen): Es wurde ein neues Spiel in die Zeltlager-Historie aufgenommen, und zwar das so genannte „Frisbee-Hockey“. Außerdem wurde die eigentlich nicht vorhandene, Langeweile mit Bänderknüpfen vertrieben, und da dieses Jahr sehr viele neue Kinder an unserem Ferienlager teilnahmen, klärten wir die einzelnen Zelte über den täglichen Ablauf, die Dienste und Allgemeines auf („Nein, der Spüldienst hat nicht die Aufgabe, das Geschirr der gesamten Lagerteilnehmer zu waschen!!!!“).
Nachdem man von der folgenden Nacht nicht gerade behaupten kann, dass es Wimpelangriffe hagelte, brachte uns der Tag eben diesen (Hagel) und alles Mögliche, bloß nicht Sonne(was das auch immer sein mag), aber dafür wurden die Kleinen mit einem Bauernhofbesuch beschäftigt.

In den nächsten Tagen wurden natürlich noch weitere Spiele zur Unterhaltung durchgeführt, wie z.B. das „ABC-Spiel“, die Schnitzeljagd und das „Sitz-Handball“.

Wie auf Bestellung kam am Freitag mit der Vorfreude auf die Eltern auch die Sonne hinter den Wolken hervor. Am Vormittag wurde fleißig der Zeltlagerplatz von allem nur erdenklichen Unrat gesäubert und jeder Mitfahrer versuchte eine noch saubere und trockene Hose in seinem Koffer zu finden und sich schick zu machen, denn an diesem Tag fand, wie üblich in der Mitte des Zeltlagers, der traditionelle Besuchertag statt, zu dem es „ungewohnter Weise“ Chili con Carne gab. Man hätte meinen müssen, dass nach dem, was die Zeltlagerteilnehmer und Verantwortlichen an diesem Tag in ihre Bäuche stopften, die Sonne noch Ewigkeiten scheinen sollte, aber dem war nicht so. Allerdings verließen uns einige Turbo-……Feiglinge schon vorzeitig, da diese Warmduscher geknickt und betrübt, mit gesenktem Haupt an Mamas Rockzipfel zurückkehrten, weil sie den extremen psychischen und physischen Einsatz der pädagogisch aufs Beste geschulten Verantwortlichen nicht zu schätzen wissen. Nachdem der Besuchertag zu Ende ging und die Teilnehmerzahl sich weiter reduzierte, fingen wir den nächsten Tag wieder voll Elan an.
Von Flo wurde ein Tischtennis-Turnier organisiert, welches in das THW-Zelt verlagert wurde und aus dem Andi Lennard als Sieger hervorging.
Zum Lagergottesdienst am Sonntag möchten wir auch noch an Tamaras Fürbitte erinnern („Lieber Gott, gib den Wimpelangreifern die Kraft um andauernder und öfter anzugreifen!“), die sich anscheinend nur ein Wimpelklauer zu Herzen genommen hat, allerdings ohne es zu wissen. Danke Ollei, deine Halb-zwei-Angriffe, für die man sich schon den Wecker stellen konnte, waren für uns echt eine Abwechslung.

Der verregnete Sonntag bot sich dann doch auch gleich noch für den Postenlauf an, für welchen Schlammparcour wohl der bessere Ausdruck ist. Dieser schien den Mitfahrern so viel Spaß gemacht zu haben, dass sich im Anschluss an den Parcour noch eine Schlammschlacht entwickelte, welcher wahrscheinlich nur ein paar wenige entkommen konnten. Auch war in dieser Nacht die letzte Gelegenheit den Wimpel zu klauen, doch schien die Fürbitte von Tamara nichts gebracht zu haben – die Wimpelklauer blieben aus. Und so wurde der Wimpel am Montag mit nur ein paar Kratzern gefällt und für das große Feuer wiederverwendet. Dasselbe geschah mit dem Hochsitz, der sich auch dieses Jahr, wie schon 2000 an diesem Ort, großer Beliebtheit erfreute. Wie jedes Jahr wurde zum Abschluss der Lieblingsverantwortliche gewählt, jedoch schienen die kleinen Zeltbewohner an dem ganzen Wahlverfahren etwas nicht verstanden zu haben. … Trotz allem amüsierte man sich bei einem Glas Bowle am großen Feuer und erinnerte sich an einige lustige Momente der letzten Tage zurück, wie z.B. als ein Postauto in das Lager fuhr und der Postbote verkündetet, er hätte hier einen Brief abzugeben (Anschrift: „An das Zeltlager, an der B304, gegenüber von Riepertsham, nahe am Wald“, oder so ähnlich), dann an das „Gegenlager“, in dem ungefähr sieben Wimpelangreifer auf die Nacht warteten. Allerdings hatten sie vergessen, sich selbst eine Säge und Sonstiges, was für einen Angriff sinnvoll gewesen wäre, mitzubringen. Gleich als Tipp für die Wimpelangreifer nächstes Jahr: wenn man sich (selber) Werkzeug mitbringen würde, würde das den Wimpelangriff ungemein erleichtern!!!! Sehr lustig war auch, wenn wieder „getauft“ wurde, wobei, wie ja alle wissen, diese Prozedur nur als offizielle Aufnahme der Getauften in das Zeltlager gilt.
Wie erheiternd diese Augenblicke auch sein mochten, so schade war es, dass wir aufgrund des Wetters die Nachtwanderung ausfallen lassen mussten. Außerdem mussten wir aus Zeitmangel auf die Quarkschlacht am letzten Tag verzichten. Bevor nämlich die Eltern wieder zum Abholen kommen sollten, mussten erst noch die Zelte abgebaut und der Platz von dem Müll befreit werden, den wir produziert hatten.
Anschließend konnten die Teilnehmer nach Hause fahren und sich noch einen Tag erholen, bevor es am nächsten Tag wieder hieß: „dreckige Kanister und Paletten tragen“.

Zum Schluss wollen wir uns noch bei allen bedanken, die zum Gelingen des Zeltlagers 2005 beigetragen haben, und wünschen uns für das nächste Jahr ausdauernde und viele Angreifer.
Bis 2006!

Petra Mallinger (Beisitzende 😉 ), Regina Traspel, Alena Vögele, Marion Woski