Offizieller Bericht

Zeltlager 2003 in Schonstett

Die Freude auf das Zeltlager war so groß dass alle schon die letzten Tage und Minuten zählten bis es endlich losging. Der Vortrupp bestehend aus Verantwortlichen und einigen Mitfahrer machten sich zum Zeltlagerplatz nach Schonstett auf um die Zelte aufzustellen und die Vorbereitungen für die Mitfahrer zu treffen.

Alte Bekannte und die Widrigkeiten des Jahrhundertsommers

Während den zwei Tagen in denen alles aufgebaut wurde, machten wir Bekanntschaft mit dem benachbarten Zeltlager aus Schlossberg. Einige Teilnehmer waren alte Bekannte von unserem Herr Pfarrer Schlichting. Von Ihm kam der Vorschlag einen gemeinsamen Lagergottesdienst abzuhalten. Dieser Vorschlag wurde mit Freude aufgenommen.
Nachdem der Vortrupp alles aufgebaut und vorbereitet hatte wurde der Schonstetter See eingeweiht. Dieser wurde in den nächsten zehn Tagen, wegen der anhaltenden Hitze, ein häufig angestrebtes Ziel.
Am Ankunftstag der Mitfahrer, hatten sie gleich eine Menge Aufgaben zu erledigen. Als erstes durften Sie sich die Zelte auswählen und anschließend für die unterschiedlichsten Dienste (Wasser, ZBV, Küche, Spülen und Holz) anmelden.
Als nächstes gingen wir in den Wald um Holz für die ersten Mahlzeiten und Nachtwachen zu sammeln, oder wir mussten Wasser für die allgemeine Versorgung wie Küche, Spülen, usw. holen. Beide Tätigkeiten waren für die Lagerteilnehmer zum Teil unangenehm, weil sie hier mit den ersten Schwierigkeiten des Lagerlebens, wie Brenneseln, lästigen Insekten usw., in Kontakt kamen.
Die großen Probleme während der zehn Tage waren die aggressiven Wespen die keinen des Zeltlagers verschont ließen, ein anderes war die große Hitze. Diese wurde durch ein Bad im See erträglicher aber auf dem Rückweg, war die Nässe in der kürzesten Zeit verdunstet.

Zeltlager ohne Spiele gibts einfach nicht!

Abends wenn die Sonnenstrahlen hinter den Baumgipfeln verschwunden waren, krochen alle aus dem Schatten der Zelte oder des Waldes heraus, um sich bei einer Partie Volleyball oder Tischtennis auszutoben.
Es wurde ein Volleyball und Tischtennisturnier ausgetragen, und das Birgit – Gewaltspiel durfte auf keinen Fall fehlen.
Für dieses Jahr haben sich die Spieleverantwortlichen einen Postenlauf ausgedacht der alle ganz schön ins Schwitzen brachte. Bei diesem Spiel konnten die Teilnehmer ihre Geschicklichkeit und Springvermögen beim Überspringen von Bänken und Tischen unter Beweis stellen. Als nächstes wurde das Stehvermögen nach zehn schnellen Umdrehungen um die eigenen Achse getestet, und zum Schluss war eine Rutschpartie auf mit Seifenlauge imprägnierten Planen vorgesehen.
Zu einer alten Zeltlagertradition gehört die Schnitzeljagd, bei dem sich die Mitfahrer in Gruppen durch das Gestrüpp und durch den tiefsten Wald kämpfen mussten um alle Schnitzel der Jäger zu sammeln.
Obwohl das Lager während der Schnitzeljagd bis auf die Wache unbewohnt war, versuchten einige Wimpelklauer erfolglos den Wimpel zu klauen. Sie waren nicht die einzigen, die an der gut ausgebildeten Wache scheiterten die vor allem während der Nacht patrouillierte und dadurch nicht einmal der Mast in Gefahr gebracht wurde.

Unsern Wimpel bekommt Ihr nicht!

Die gute Verteidigung des Wimpels kam wahrscheinlich von dem ganz speziellen Abwehrtraining dem sich die Mitfahrer unterzogen.
Wir nutzten einen Moment der Unachtsamkeit in dem Nachbarzeltlager und klauten den Schlossberger Wimpel. So wie man sieht können aus guten Wimpelverteidigern gute Wimpelklauer werden.
Dem Nachbarszeltlager hatte diese Aktion gar nicht gefallen und sie kidnappten den Pfarrer und einige Mitfahrer, als diese bei ihnen den gemeinsamen Gottesdienst vorbereiteten.
Aber niemand hat mit dem Traunreuter Lager gerechnet. Der aufgebrachter Pulk machte sich in Rekordzeit auf zu den Regelbrechern, (Das festhalten von Wimpeldieben ist nicht erlaubt!!!) um zu einem „Rückschlag“ auszuholen. Die „Feinde“ rochen aber die Gefahr und ließen Pfarrer und Gefolge frei.
Bei dem gemeinsamen Gottesdienst, der doch stattfand, wurde als versöhnende Geste der geklaute Wimpel zurückgegeben und dadurch blieben wir von weiteren Attacken verschont.

Ende gut, Alles gut

Nach all den spannenden Ereignissen die unser Zeltlager prägten und mit einem angenehmen Besuchertag, an dem sich die Eltern wohlfühlten und am liebsten mit ihren Kleinen getauscht hätten (was wahrscheinlich nur an dem guten Wetter lag) kam die Zeit des Abschieds und des großen Feuers viel zu schnell.
Traditionell wurde dabei der beliebteste Verantwortliche in Form einer Puppe verbrannt und alle genossen ein letztes Mal den Duft des Feuers und den Klang der Zeltlagermusik.
um dann am letzten Tag, nach dem anstrengenden Zeltabbau, voneinander Abschied zu nehmen und sich jetzt schon auf ein neues Zeltlager im Jahr 2004 zu freuen.