1991

Zeltlager 1991 in Höglwörth

Originalbericht MVR 1991, Überschriften vom Gini 2001.

Michael sagte, ich dürfe diesen Bericht ruhig lustig schreiben, was bei diesem Zeltlager gar nicht so einfach sein dürfte.

Eigentlich hat das Zeltlager ja ganz lustig begonnen, bis dann…; aber ich will hier nichts vorwegnehmen. Man wird sehen.

Erst fand der sogenannte Zeltlagervortreff statt, und zwar am Donnerstag, den 18.07 um 19.00 Uhr. Hier wurde den Zeltlagerteilnehmern und deren Eltern erklärt, was bei der Vorbereitung und auch am Zeltplatz selbst zu beachten wäre. Zum Beispiel wurden die Verantwortlichen vorgestellt und gesagt, daß keine Radios u.ä. mitgenommen werden dürfen. Anschließend wurde ein Zettel mit allen dringend mitzunehmenden Dingen ausgeteilt.

Erster Tag: auf geht`s.

Am 26.07. ging’s dann wirklich los. Um 14.00 Uhr war hinter der Kirche das großen Treffen vor der Abfahrt. Zuerst unterhielt man sich noch ein bißchen und dann wurde die Anwesenheit eines jeden Teilnehmers überprüft und sichergestellt, daß jeder eine Mitfahrgelegenheit hat. Bei leichtem Nieselregen fuhren wir dann dem Zeltplatz entgegen. 45 Minuten dauerte ungefähr die Fahrt, wobei der eigentlich sehr schöne Weg besonders im letzten Abschnitt durch einen Wald führte. Der Zustand dieses Teils der Strecke, der die gesamte Aufmerksamkeit des Fahrers beanspruchte, wurde ergänzt durch eine Beschilderung, die auch dieses Jahr einige Wünsche offen lies. Am Haustierpark, vor dessen Toren der Parkplatz lag, angekommen, mußte man noch ein ansehnliches Stück mit all seinem Gepäck über eine Wiese gehn.
Der Zeltplatz allerdings schien dem ersten Eindruck nach für alles zu entschädigen. Ein schönes Fleckchen Wiese, direkt am Waldrand gelegen, und ein malerische Rund aus Zelten bot sich dem Betrachter dar.

Als erstes fanden sich kleine Gruppen vor den Zelten ihrer Wahl ein und warteten auf ihre „Einzugsgenehmigung“. Daraus wurde vorerst nichts, da die Betreuer zur Bildung eines Kreises aufriefen, worauf wieder einmal eine Anwesenheitskontrolle und anschließend die Einteilung in die Zelte erfolgte. Obwohl dies alles recht chaotisch verlief, hatte der erste Tagesverantwortliche dieses Zeltlagers, Hannes Wagner, die wichtigsten organisatorischen Angelegenheiten gut im Griff. Nun ging es an das Einräumen der Zelte, was trotz der Strapazen diese Tages recht schnell und geordnet über die Bühne ging. Während einige im Feuerzelt saßen und das nicht vorhandene Lagerfeuer besangen, führten geringfügige Unstimmigkeiten der Betreuer untereinander zu mehrmaligem Hin- und Herschleppen der Tischtennisplatte unsererseits, die dann doch wieder unaufgebaut an ihrem vorherigen Standort, dem Materialunterstand, landete. Trotz des um 18 Uhr einsetzenden starken Regens und relativ viel Rauch im Feuerzelt gab es „schon“ um 19.30Uhr Abendessen, das aus viel zu wenig Spaghetti bestand. Als Krönung des Ganzen war wieder mal kein Abwaschwasser vorhanden.
Da um 20 Uhr der Regen erneut heftigst einsetzte, führte das anschließende gemütliche Beisammensein und Singen im Feuerzelt zu einem schönen und zeltlagergemäßen Ausklang dieses ersten von 10 Tagen Abenteuerromantik im Jahr.

Zweiter Tag: business as usual.

Der zweite Tag empfing, uns mit einem recht regnerischen Morgen. Nach dem verbindlichen Wecken um 8.45 Uhr gab es auch schon bald das übliche Frühstück, Brote, Müsli, Milch und Tee, und danach zogen wir alle in den angrenzenden Wald zum Holzholen, welches anschließend im Lager zerkleinert wurde. Als der Mittag näherrückte wurde der Mittagsdienst vom Holzholen zurückgerufen. Als er angekommen war, mußte erst einmal eine Stunde gewartet werden, bis Manfred Wiench mit den Zutaten zum Mittagessen kam. Nach meiner Information hätte es Fleischpflanzerl geben sollen, da er aber nicht kam, wurde der Mittagsdienst angewiesen, die Dosen mit dem Bohneneintopf zu öffnen. Dieser wäre eigentlich für Sonntag vorgesehen gewesen. Hierbei stellt sich heraus, daß Manfred bei einem seiner früheren Einkäufe nur 200 ml-Dosen statt den 1 Liter-Dosen gekauft hatte, was den Küchendienst beim Öffnen der vielen kleinen Dosen sehr verärgerte.

Übrigens, ich vergaß zu erwähnen, daß an diesem Tag Michael Werthan Tagesverantwortlicher war und Martin Schulz Geburtstag hatte, weshalb am Abend auch noch ein paar Freunde vorbeischauten.
Am Nachmittag führte der sehr starke Regen im THW-Zelt zur Überschwemmung. Daraufhin mussten wir es an den anderen Rand des Lagers versetzen. An diesem Tag gab es auch schon den ersten Wassereinbruch im letzten Zelt (J) und die ersten Eltern, die sich einen Besuch nicht verkneifen konnte, blieben im bereits beträchtlichen Schlamm vor dem Lager stecken.

Dritter Tag: hier rührt sich was.

Am dritten Tag, diesmal war Birgit Tagesverantwortliche, mußte der Frühstücksdienst von 7.30-9.45 Uhr 36 Obstkuchen belegen und mit Guß überziehen. Um 9.50 Uhr waren dann bereits alle zum Morgengebet versammelt, da es 10 Minuten später den Kuchen gab. Ab 11 Uhr wurde das Loch für den Wimpelmast ausgehoben. Durch den bis dahin fast ununterbrochenen Regen war die Aufstellung immer wieder verschoben worden. Während den Grabungsarbeiten mußten bisweilen vom Nachbargrundstück eindringende Kühe zurückgetrieben werden.

Um 14.30 Uhr gab’s Fleischpflanzerl mit Kartoffelbrei zum Mittagessen. Hierbei enwickelte sich aus der Meinungsverschiedenheit, ob es die oder der Kuh heißt, eine handfester Streit um die oder der Krake. Inzwischen ist aber eindeutig bewiesen, daß es der Krake heißt. (Ich hab’s ja schon immer gewußt !!).

Der Wimpelmast wird aufgestellt

Um 15.15 Uhr stand eine Besichtigung des Haustierparks an. Als wir von diesem interessanten Ausflug zurückkamen, es war 18 Uhr, sahen wir ihn auch schon am Boden liegen, den diesjährigen Wimpelmasten. Sogleich werden die ersten freudigen Stimmen laut, er sei „Ja so groß“ und „der größte bisher“.
Doch realistischer denkende waren gegen die Aufstellung des Mastens in diesem Zustand, aber sie wurden vorerst überstimmt. Sie meinten „er sei viel zu hoch“, „nicht aufzustellen“ und „er könnte auf die Zelte fallen“. Sie dachten vor allem an die „Wimpelklauer“, die den Masten vorschnell umreißen würden. Kurz gesagt, um 18.50 Uhr flatterten die Wimpel nach langen Befestigungs- und Aufstellarbeiten über dem Lager etwas zu hoch vielleicht, aber trotz allem ein schöner Anblick. Doch nun wurden die Diskussionen um eine Kürzung des Stammes immer lauter und nach einigem Hin und Her waren alle von dieser Maßnahme überzeugt. Gesagt, getan, und nach 20 Minuten liegt der für zu lang befundene Mast erneut auf dem Boden. Nach eifrigem Kürzen bis 19.20 Uhr dauert es dann auch nur 10 Minuten, bis sich die 3 erhabenen Wimpel von der Katholischen Jugend, Ministranten und Kolping wieder in die Lüfte erhoben haben. Diesmal für die verbleibenden 7 Tage; möchte man meinen.

Überfall!

Nach dem Abendgebet gab’s wieder mal Brote und anschließend traf man sich im Feuerzelt zum besten Tee diese Zeltlagers, dessen Süße sich wie ein Schleier auf die Gemüter der mutigen Nachtwache legte, und nicht spüren ließ, daß etwas In der Luft lag, von den aufsehenerregenden Ereignissen, die in dieser Nacht, die gerade heraufzog, der Abenteurer harrte.
Laut Augenzeugen kamen schon lange vor Anbruch der Nacht sieben Gestalten den Weg zum Zeltlager herunter, waren dann aber schnell wieder verschwunden und wurden für Wanderer gehalten. Da die Nachtwache angewiesen worden war, auf Streife durch das Lager zu gehen, waren in der Nacht Andreas Werthan und Markus Asböck auf Patrouille. Kaum waren sie am Waldrand angekommen, als Andreas ein verdächtiges Geräusch bemerkte. Sofort wies er Markus an, mit der Taschenlampe in die Richtung zu leuchten, aus der das Geräusch gekommen war. Markus sah dort auch wirklich eine Person „kauern“ und sofort gaben beide Alarm. Sogleich hallte das ganze Lager wider von Alarm-Rufen, unter denen auch Reinhold lautstark hervorstach. Unterdessen waren die Angreifer auch schon ins Lager gestürzt und begannen, am Masten zu ziehen, um ihn umzureißen, aber die Nachtwache die aus drei Leuten bestand hatte sich schon auf die Eindringlinge gestürzt. Zwar wurden sie sehr schnell abgeschüttelt, aber langsam begann der Alarm zu wirken und aus allen möglichen Zelten kam Verstärkung herbeigeeilt. Nun kam es zu einer regelrechten Schlägerei, wobei man sich kräftig im Schlamm wälzte, der nach dem letzten Regen fast den ganzen Zeltplatz bedeckte, die Angreifer einige China-Böller losließen und auch Wasser zum Einsatz kam.
Der erste Schlag muß kräftig sein, dann ersparst du dir viele weitere. (Persisches Sprichwort; könnt aber auch das Motto von Helmut Kauer, einem der Wimpelklauer sein).
Um 3 Uhr gaben sich die Angreifer geschlagen und man setzte sich ins Feuerzelt, um die Ereignisse gründlich zu diskutieren. Schließlich begaben sich die Lagerbewohner in ihre Zelte und unser ungebetener Besuch machte sich auch fast ausnahmslos auf den Heimweg. Nun kehrte nach diesen aufregenden Vorkommnissen endlich Friede im Lager ein.

Vierter Tag: Tischtennisturnier und viele Taufen.

Als wir an diesem, dem vierten, Tag, an dem übrigens Reinhold Altmann Tagesverantwortlicher war, erwachten, schien zum ersten Mal in diesem Zeltlager die Sonne von einem strahlend blauen Himmel auf unsere Wiese herunter und tauchte alles in helles goldenes Licht.

Während sich der ZBV (zur besonderen Verwendung) beim Toilettenausleeren (Zeltlagerjagon: Scheiße kratzen) mit eingeklemmten Tonne und nicht passenden Deckeln herumquälte und andere sich am Bach, der an unserem Zeltplatz vorbeifloß, sonnten oder darin herumplanschten, begann um 10 Uhr das traditionelle Zeltlagertischtennisturnier, welches der Spielmanager Markus Woski, wie letztes Jahr, hervorragend leitete. Es nahmen 30 von 60 Zeltlagermitfahrern daran teil. Besonders aufregend gestaltete sich das Spiel Birgit gegen Reinhold, das Birgit 11:3; 11:8 verlor, obwohl sie die volle Gunst des ganzen Publikums innehatte.
Im Halbfinale standen sich Reinhold und Markus sowie Steini und Berthold gegenüber. Hier gab es ein heißes Gefecht um den Aufstieg ins Finale. Im Finale boten die Kontrahenten noch einmal ihr ganzes Können auf und dem Publikum ein erstklassiges und vor allem spannendes Match. Markus und Berthold standen sich 1 3/4 Stunden gegenüber. Schließlich ging Berthold nach 21:19; 18:21; 19:21; 22:20 und 24:22 als Gewinner hervor.

Von 14.30 Uhr bis 17 Uhr war für die meisten Baden am nahegelegenen Strandbad angesagt; übrigens das erste mal in diesem Zeltlager. Es ist Zeltlagertradition, diejenigen, die das erste Mal ins Zeltlager mitfahren, in einem See, Fluß oder Bach zu „taufen“. Diese Taufen haben gewöhnlich Erkennungsnamen, die verhindern sollen, das die Betroffenen mitbekommen, wann sie an der Reihe sind und bloß noch in der Badehose auftreten. So lief an diesem Abend die „Aktion Manta“ an. Um 21.55 Uhr fällt das Stichwort und Andreas Günther, einer der Verantwortlichen, wird vor seinem Zelt überrascht und trotz heftiger Gegenwehr in den VW-Bus geschleift, der uns freundlicherweise vom JUZ Traunreut zur Verfügung gestellt worden ist.
Über einsame Waldwege fuhren wir zum See, wo er aus dem Bus gezerrt und in voller Montur in das nächtliche Gewässer geworfen wurde. Dies geschah um 22.16 Uhr. Kaum aus dem See geklettert, veranstaltete Andi noch eine kleine Verfolgungsjagd mit seinem Taufkommando. Als er sich wieder beruhigt hatte stiegen alle zurück in den Bus und fuhren unter lautem Singen ins Lager, wo wir um 22.40 Uhr ankamen und Andi erst einmal ein Handtuch gereicht wurde.

Um 23.35 Uhr macht die Nachtwache eine Gruppe mit Taschenlampen im Gelände aus die sich langsam näherte und sich ausnahmsweise mal als real entpuppt. Sofort wird (hysterischst) Alarm gegeben. Aber diesmal sind es keine Wimpelklauer, sondern eine Kolpingfamilie, die sich auf Nachtwanderung befindet. Sie werden ins Feuerzelt eingeladen, wo man sich eine Viertelstunde unterhält. Danach verabschiedet sich die Gruppe wieder und im Feuerzelt bleibt nur die Nachtwache zurück.

Fünfter Tag: Nachtwanderung.

Am 5. Tag, an dem Michael Woski Tagesverantwortlicher war, gab es endlich um 10 Uhr Frühstück, da unser Küchenchef verschlafen hatte, wie üblich Brote. Der Vormittag stand für die meisten zur freien Verfügung, nur der Holzdienst mußte arbeiten. Um 14 Uhr gab es dann Ravioli zu Mittag und eine halbe Stunde später ging es auch schon wieder an den See. Der Högelwörther See liegt sehr schön zwischen Bergen und ist eingebettet in eine wunderbare Landschaft mit viel Wald. Um 17.30 Uhr ging es dann zurück ins Lager, wo es um 20.45 Uhr Abendessen, (wieder mal Ravioli) und von 22.30 bis 22.45 Uhr die Siegerehrung, unter der Leitung von Markus Woski, für die Tischtennisturnierteilnehmer im THW-Zelt gab.
Anschließend stolperten wir nach fünfmaligem Zählen der Gruppe hinaus in die Nacht zur Nachtwanderung. Die diesjährige Wanderung war sehr interessant, da der Mond nicht zu hell schien und wir an fast keinen Häusern vorbeikamen. Vielmehr führte der Weg hauptsächlich durch den Wald. Um 23.50 Uhr startete die Gruppe, die auf Nachtwanderung gewesen war, einen Scheinangriff auf das Lager, um die Wachsamkeit der dort zurückgebliebenen Verteidiger zu prüfen. Der Angriff wurde entdeckt und erfolgreich abgewehrt, obwohl es auch Zwischenfälle gab, z.B. der Wächter, der seinem Waffenbruder eine Schüssel Wasser über den Kopf goß.
Um 24 Uhr trafen sich die ganz Hartnäckigen wieder mal im Feuerzelt um alles zu diskutieren.

Sechster Tag: Besuchertag mit Überschwemmung.

Der 6. Tag begann mit einem starken Sturm, weshalb die Zelte mehrmals nachgespannt werden mußten. Er legte sich um 8 Uhr wieder und der Tagesverantwortliche Michael Praschberger teilte Gruppen ein, die die Vorbereitungen für den Besuch der Eltern übernahmen. Danach wurden die Zelte aufgeräumt und anschließend noch ein paar Taufen im Bach durchgeführt:
– Aktion Brillenschlange: Lexe
– Aktion Fetthaar : Patricia und Veronika Hägele
– Aktion alter, kleiner Frosch: Berthold Altmann
Um 14.40 Uhr brachen wir mit Daniela und Thomas Marquardt (Aktion Goldfisch) zur Taufe zum See auf. Um 14.55 Uhr ging’s dann los. Außer ihnen wurden auch noch Markus Asböck, Birgit Andersch, Bernd Werthan und Matthias (ein Cousin von den Woski’s) dort getauft.
Von 15.15 bis 16 Uhr wurden noch ein paar Neulinge im Bach getauft. Unter andrem Michaela Palfi, Julia Rösch, Andrea Bauer, Melanie Platis, Simone Werthan, Thomas und Daniela Gineiger, Petra Nachazilova, Stefanie Hruschka, Stefanie Schmaus, Monika Nadler,…Um 17 Uhr treffen bei total bewölktem Himmel die Eltern ein. Fünf Minuten später gießt es bereits wie aus Eimern. Damit verbunden herrscht im Feuerzelt so dichter Qualm, daß man es fast nicht betreten kann, um sich die Würstchen, die dort gegrillt wurden, zu holen.

Überschwemmung und Abbruch des Lagers:

Bereits um 19.50 Uhr steht das THW-Zelt ca. 10 cm unter Wasser und es regnet weiter. Als um 20 Uhr der Bach über die Ufer zu treten beginnt, und es fast auf dem ganzen Platz kein Fleckchen mehr gibt, das nicht unter Wasser steht, kommt die Nachricht, daß wir das Zeltlager abbrechen. Der erste Abbruch seit 10 Jahren. Da hieß es in aller Eile die Sachen zusammenpacken, über die bereits überflutete Brücke und über die Wiese 150 m bis zum Parkplatz, wo die Autos der Eltern standen, die noch dageblieben sind. Eine Szene, die irgendwie an den Untergang der Titanic erinnerte.

Bergungsarbeiten.

Am 3.8 um 13 Uhr trafen sich einige Freiwillige vor dem Pfarrsaal. Zuerst wurden die im Pfarrsaal ausgestellten Überbleibsel vom Zeltlager besichtigt, die dort bereits für den Tauschtag vorlagen. Um 14.12 Uhr kamen wir am ehemaligen Zeltplatz an, der schlimm verwüstet und verlassen dalag. Dann wurden Stangen, Kisten und Planen vom Anhänger des Bauern auf den Wagner-Laster verladen und die noch stehenden Zelte abgebaut. Zwar setzte um 15 Uhr erneut starker Regen ein, durch den sich die Arbeiter allerdings nicht beeindrucken ließen und der sich nach einer halben Stunde wieder legte. Um 17 Uhr ging es dann wieder zurück nach Traunreut, wo wir auch um 18.53 Uhr ankamen. Damit war die Arbeit für diesen Tag beendet.

Wer räumt das jetzt auf?

Am 4.8. gings erneut ans Arbeiten. Da war von 9-15 Uhr Tauschaktion der irrtümlich mitgenommen Sachen im Pfarrsaal und schließlich mußte bis 18.30 Uhr der LKW ausgeladen und die Zelte gewaschen und zum Trocknen aufgehangen werden. Danach gab’s noch ein paar Kisten zu schleppen. Das letzte Treffen fand am 5.8. statt. An diesem Tag wurde von 10 bis 12 Uhr zwei Zelte im Pfarrgarten aufgebaut und von 13 bis 17 Uhr wurden die Toilettenkübel ausgeleert und der Zeltplatz von letzten Unrat befreit.

Damit wäre auch das diesjährige Zeltlager abgeschlossen, aber zum Schluß sei noch gesagt: Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartung, aber gewiß wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt. (Benjamin Franklin)

oder:
Was mich nicht umbringt, macht mich stärker!!!!! (Nietzsche)

Martin Reicheneder